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"Fester Bestandteil der Sportfamilie"

Käfertal: Festakt zum 100-jährigen Bestehen des Sport-Clubs

100 Jahre Sport-Club Käfertal, das sind 100 Jahre enge Verbundenheit mit dem Stadtteil, 100 Jahre Begeisterung für den Sport, geselliges Beisammensein und Engagement im Ehrenamt. Mit einem Festakt im Kulturhaus feierte der Sport-Club jetzt seine Tradition. "Das ist für unseren Stadtteil eine ganze große Sache", freute sich Roland Hartung. Das Ehrenmitglied hatte schon vor 25 Jahren die Festrede gehalten und verknüpfte einmal mehr ganz persönliche Erinnerungen zu einem interessanten Rückblick.

Mit flotten Tastenklängen hatte der Harmonika-Club Rheingold unter Leitung von Werner Scherer den Festakt musikalisch eröffnet. Vorsitzender Ralf Bauder begrüßte neben den Stadträten Roland Weiß, Nikolas Löbel und Raymond Foikar auch Gerda Brand als Leiterin des Fachbereichs Sport und Freizeit sowie Vertreter des Badischen Fußballbundes, vom Fußballkreis Mannheim und vom Badischen Tennisverband. Ein großes Dankeschön ging an den "Hausherren" Hans Hary von der Interessengemeinschaft Käfertaler Vereine.

Stellvertretend für Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und den Gemeinderat überbrachte Roland Weiß die Glückwünsche der Stadt. Eine Großstadt wie Mannheim könne auf die Vereine und ihre Jugendarbeit nicht verzichten, meinte er. Beim Sport-Club seien über die Hälfte der 500 Mitglieder unter 18 Jahren, lobte Weiß den SCK für seine vorbildliche Jugendarbeit und ermunterte den Vorstand, hier weiter zu machen: "Wenn Sie nachlassen in Ihrem Bemühen, sind wir in einer großen Not". Aber auch sonst müsse man sich um den SCK keine Sorgen machen. Der Verein verstehe es, gute Gemeinschaft zu pflegen und den sportlichen Aspekt mit der Freude an der Geselligkeit zu verbinden.

"Erinnerung ist die Dankbarkeit des Herzens", eröffnete Roland Hartung seine Festansprache mit einem Zitat des italienischen Religionsphilosophen Romano Guerdini (1885 - 1968). Dankbar müsse man sein für das Bemühen von mehreren Generationen, die den Sport-Club hochgehalten hätten. Hartung erinnerte an Gründungsmitglieder wie Heinrich Pfanz, Georg Schmitt, Hermann Schmitt sen. oder Peter Weickel, die er noch persönlich kennengelernt hatte. Oder an verdiente Abteilungsleiter wie Heinz Throm (Leichtathletik), Berthold Hanf (Handball) und Heinz Heim (Fußball). Später hätten sich vor allem vier Personen um den SCK verdient gemacht: Horst Eckhardt, Hermann Graf, Hans-Jürgen Fahner und Werner Haas.

Trotz fortschreitender Kommerzialisierung des Fußballprofisports sieht Hartung für Amateurvereine wie den SCK eine "absolute Zukunftschance". "Die Menschen sehnen sich nach wie vor nach zweckfreiem Spiel", meinte er. Sportvereine wie der SCK seien für die Zivilgesellschaft, aber auch für den Spitzensport unverzichtbar, und der Staat habe die Verpflichtung, diese große gesellschaftliche Aufgabe zu unterstützen. Der SCK sei fester Bestandteil der Sportfamilie in Mannheim und ein fester Teil des Lebens in Käfertal.

Quelle: Mannheimer Morgen vom 09.Juni 2010

 

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