banner.jpg

100 Jahre lebendigen Sport betrieben

Käfertal: Zu seinem 100. Vereinsgeburtstag legt der Sport Club 1910 eine 270-seitige Festschrift vor / Große Jubiläumssportwoche vom 16. bis 25. Juli

Der Sport Club Käfertal hat in diesem Jahr allen Grund zum Feiern: 100 Jahre existiert der Sportverein an der Oberen Riedstraße. Zum runden Geburtstag verpasste man sich nicht nur ein moderneres Vereinslogo, sondern auch eine 270 Seiten umfassende Festschrift, die allen 500 Mitgliedern zugestellt werden soll. Für die Präsentation der Vereinschronik suchten sich die SCK-Vorderen um 1. Vorsitzenden Ralf Bauder ein besonderes Ambiente aus. In der Filiale der VR Bank war man zu Gast und stieß bei einem kleinen Sektumtrunk auf 100 Jahre SCK an.

Unter Redaktionsleitung von Werner Haas und mit gestalterischer Unterstützung von Werner Huck ist eine umfassende Jubiläumsschrift entstanden. "Ich habe schon bei drei Festschriften mitgewirkt", outete sich Werner Haas als "alter Hase". Seit 65 Jahren ist der ehemalige Fußballer Mitglied beim Sport Club und hat in dieser Zeit "allerlei Funktionen" ausgeübt. "Mittlerweile bin ich im Ältestenrat angelangt", erzählte er. "100 Jahre Leben mit Sport" habe man ganz bewusst als Titel für die Chronik ausgewählt, denn "die ganzen Jahre wurde unser Sport mit viel, viel Leben gefüllt."

In dieser Zeit, so resümierte Haas, habe es viele Meisterschaften und Erfolge zu feiern gegeben: 1951/52 stiegen die Fußballer in die 1. Amateurliga Nordbaden auf. Die Handballer brachten es sogar bis zur Deutschen Vize-Meisterschaft. Haas erinnerte auch an die jahrelangen Rhein-Neckar-Turniere bei den Amerikanern. "Doch was wären diese ganzen Erfolge ohne unsere vielen Betreuer?" Namen wie Willi Rumig, Hans Maier, Karl Vetter, Walter Spagerer, Erwin Schalk oder Adam Zahnleiter seien untrennbar mit dem SCK verbunden.

Ende 1909 trafen sich 19 sangesfreudige Männer, zumeist vom evangelischen Jünglingsverein, im "Grünen Hof" in der Mannheimer Straße zu einer ersten Sitzung, im Winter 1910 wurde der Sport Club gegründet. Die gemeinsame Leidenschaft fürs Fußballspiel schweißte zusammen, und so hatte sich schnell eine Mannschaft gebildet, die um 1914 als legendäre "Eiserne Elf" weit über Mannheim hinaus von sich reden machte. Weitere Abteilungen kamen hinzu: 1920 die Leichtathleten, 1926 die Handballer und der Kraft- und Artisten-Club (bis 1935), 1947 die Boxer und die Tischtennisabteilung, die mit einer zusammengenagelten Holzplatte anfing.

Das erste Clubhaus fiel im Krieg den Luftangriffen der Alliierten zum Opfer. 1954/'55 wurde ein neues Vereinsheim errichtet. "Für manche wurde der Sport Club zum Nachtlager", erinnerte Werner Haas. Manche Mitglieder hätten sich eingebracht "bis zum Letzten". 1976 erfolgte der Bau des Sportplatzes an der neuen Bezirkssportanlage-Nord in der Oberen Riedstraße. Ein Hartplatz mit Flutlichtanlage und Umkleidetrakt wurden dem SCK zur Verfügung gestellt. 1978 gründete sich die Damen-Gymnastikabteilung. 1979 wurde Manfred Sahm Vorsitzender. Er hatte dieses Amt fast 30 Jahre inne. 1980 begann der Bau des dritten Clubhauses, das am 5. Juli 1982 nach über 6000 ehrenamtlich erbrachten Arbeitsstunden eingeweiht werden konnte.

Seit 1988 wird auch Tennis gespielt beim SCK. Als Arbeitsgemeinschaft hatten die Vereine Sport Club, TV 1880, DJK und Eichenkreuz Union als Pilotprojekt eine aus zehn Plätzen bestehende Tennisanlage errichtet. 1997 wurde die Boule-Abteilung ins Leben gerufen. Am 1. November 1999 ging die Bezirkssportanlage-Nord in den Besitz des SCK über, 2002 konnte der Rasenplatz eingeweiht werden.

Nach einigen Krisenjahren wagte der SCK unter neuer Vorstandschaft 2007 einen Neuanfang. "Wir wollen unserem Sport wieder so nachgehen, wie es vorher war", gab Werner Haas jetzt als Devise aus und zeigte sich zuversichtlich: "Wir haben wieder eine tolle Mannschaft, die für die Zukunft hoffen lässt."

Quelle: Mannheimer Morgen vom 28.05.2010

Herzrasen

Schlagzeilen

neos Praxis

Die nächsten Termine

Keine aktuellen Veranstaltungen.